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Bereichsweiterbildungen

Der Erwerb einer Zusatzbezeichnung dauert in der Regel ein Jahr. Während dieser Zeit ist die Teilnahme an insgesamt 80 bis 100 Seminarstunden zu bestimmten Themengebieten vorgeschrieben. Im Bereich Onkologische Pharmazie sind zusätzlich praktische Tätigkeiten nach der Anlage der Weiterbildungsordnung nachzuweisen. Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung, nach deren Bestehen der Apotheker die Zusatzbezeichnung für den Bereich führen darf.

 

Apotheker tra­gen zur Prävention und Gesundheitsförderung durch eine Vielzahl von Maßnahmen bei. Eine Weiterbildung im Bereich Prävention und Gesundheitsberatung vermittelt unter ande­rem, wie Menschen zur Veränderung gesundheitsschädigender Verhal­tensweisen motiviert und bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensweisen und Ressourcen un­terstützt werden können.

 

Eine Weiterbildung im Bereich Ernährungsberatung vertieft die Kenntnisse für das Angebot von speziellen Dienstleistungen zur Ernährungsberatung, die sich an noch Gesunde, aber auch an Patienten mit ernährungsbedingten chronischen Erkrankungen richten. Die Dienstleistungen reichen von reiner Informationsvermittlung über Ernährungsanalysen und individu­elle Ernährungsberatungen bis zu Gruppenbetreuungen.

 

Durch die Weiterbildung im Bereich Naturheilverfahren und Homöopathie erweitern und vertiefen Apothe­kerinnen und Apotheker ihr Wissen und ihre Beratungskompetenz be­züglich der Arzneimittel in der Phytothe­rapie, Homöopathie und anderen alternativen Therapierichtungen, wie beispielsweise der Anthroposophie, Traditionellen chinesischen Medizin und Biochemie nach Schüssler.

 

Eine Weiterbildung im Bereich Onkologische Pharmazie bietet die Möglichkeit, vertiefendes Wissen zur Beratung und Arzneimittelversorgung der Tumorpatienten und des onkologisch tätigen Arztes zu erwerben. Dieses schließt die Tumorpathophysiologie, die Pharmakologie von Tumortherapeutika sowie ihre sachgerechte, applikationsfertige Herstellung und Handhabung, aber auch den Umgang mit Informationen und die Bewertung klinischer Studien ein.

 

Die Bereichsweiterbildung Infektiologie beschäftigt sich mit der Behandlung und Prävention von Infektionserkrankungen und insbesondere die Pharmakotherapie mit Antiinfektiva, umfasst aber auch Strategien zur Sicherung eines rationalen Antiinfektivaeinsatzes. Sie richtet sich vor allem an Apotheker und Apothekerinnen in Krankenhaus- und krankenhausversorgenden öffentlichen Apotheken und vermittelt die fachliche Expertise, um Ärzte, Pflegepersonal und Patienten zum pharmakotherapeutischen Einsatz der Antiinfektiva fundiert beraten zu können und um die Antiinfektivatherapie im Krankenhaus rational mitzugestalten.

 

Medikationsmanagement im Krankenhaus ist der Bereich der Pharmazie, der die individuelle arzneimittelbezogene und kontinuierliche Betreuung der Krankenhauspatienten sowie die Beratung der für die stationäre Behandlung verantwortlichen Ärzte und Pflegekräfte umfasst. Dazu bewerten und optimieren Apotheker auf Station als Teil eines interprofessionellen Teams die individuelle Arzneimitteltherapie fortlaufend im Hinblick auf deren Zweckmäßigkeit, Wirksamkeit, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und die Adhärenz der Patienten. Voraussetzung für die Aufnahme der Weiterbildung ist der Abschluss der Weiterbildung zum Fachapotheker für „Klinische Pharmazie“ oder der Nachweis der Anmeldung zur Weiterbildung „Klinische Pharmazie“.